Für den Logistikdienstleister sind effizientere und flexiblere Touren ein Hauptziel, dass durch das KoLibRi-System erreicht werden soll. Für die Technikerorganisation steht die flexible Einsatzplanung und die Erhöhung der bearbeiteten Reparaturaufträge im Fokus. Diese beiden Zielrichtungen werden durch die erarbeiteten Anwendungsfälle abgedeckt.

Für die Umsetzung müssen jedoch bestehende Prozesse und Informationsflüsse geändert werden. Das Einsparungspotenzial durch das KoLibRi-System ist von der Netzdichte der Übergabepunkte und den Überschneidungen in den Touren der beteiligten Unternehmen abhängig. Um dies abzubilden wurden die Tourdaten der beteiligten Praxispartner verknüpft und mögliche Standorte von Übergabepunkten wie z.B. Tankstellen, Paketterminals und Depots/Lager geocodiert.

Auf dem Konsortialtreffen wurden live erste initiale Tourenplanungen vorgestellt, die bereits Einsparungen bei der Tourlänge und -zeiten ausweisen. Allerdings wurden die Übergabepunkte noch händisch ausgewählt. Der nächste Schritt ist der Aufbau und die Einbindung der Bewertungsfunktion und die Automatisierung der Touroptimierung.

Bei dem Erfahrungsaustausch mit externen Wissenschaftlern und Logistikexperten aus Unternehmen standen vor allem Umsetzungshürden und mögliche Lösungswege im Vordergrund der Diskussion. Besonders interessant waren die weiteren Einsatzfelder, die die Praktiker für KoLibRi sehen. Diese reichten von der Wartung für Binnenschiffe bis zum Einsatz mobiler medizinischer Geräte in Krankenhäusern.