Das KoLibRi System ermöglicht den Logistikdienstleistern mehr Flexibilität bei der Zeit und dem Ort der Zustellung bzw. Abholung. Die dynamische Tourenplanung und der Informationsaustausch per KoLibRi-App sind dabei die softwareseitigen Vorraussetzungen. Übergabepunkte, an denen die Sendungen unabhängig von der Anwesenheit des Empfängers zugestellt weden können, stellen das Pendant in der Logistikinfrastruktur dar.

Um die asynchronen Abläufe zwischen der Nachtlogistik und der Ersatzteilversorgung am Tag durchzuspielen und das KoLibRi System unter Realbedingungen zu testen wurde ein Smart-Terminal der Firma Kern am Fraunhofer IML in Dortmund für das Projekt aufgestellt.

Über ein Webinterface können Sendungen am Terminal angemeldet werden. Der Zusteller erhält über die KoLibRi-App einen Zugangscode. Mit diesem Code meldet er sich an dem Paketterminal an. Ein einsprechendes Fach zur Einlagerung öffnet sich. Nachdem die Sendung dort hinterlegt wurde, erhält der Service-Techniker (Empfänger) eine Benachrichtigung mit Abhol-Code. Der Service-Techniker kann nun zu dem für seine Tour optimalen Zeitpunkt die Sendung an dem Terminal abholen.

Neben dem Praxistest an dem Paketterminal erfolgt über eine Simulation die Einbindung von weiteren möglichen Übergabepunkten (z.B. Tankstellen). Hierdurch soll das Potenzial der höheren zeitlichen und örtlichen Flexibilität aufgezeigt werden. Zudem sollen mögliche Konsolidierungen innerhalb der Nachtlogistiktouren ausgewiesen werden.